Haus Burgund Mainz

 
 

Vorträge und Lesungen


© CRT Bourgogne-Franche-Comté

Vortrag im Rahmen der EUROPAWOCHE
Veranstaltungsreihe „Victor Hugo – der Europäer“
Dialoge der Menschlichkeit – Victor Hugos politisches Engagement

Donnerstag, 23. Mai 2019, 18.30-20.30 Uhr im Haus Burgund Mainz

Bis auf den „Glöckner“ und „Les Misérables“ sind Victor Hugos Romane in Deutschland mittlerweile weitgehend unbekannt. Gemeinsam ist den Werken ein tief empfundener Humanismus. Nicht zu vergessen sind auch seine Notizen und Redetexte aus dem Revolutionsjahr 1848.

Immer wieder geht es Hugo um die Lebensbedingungen der einfachen Menschen und ihren Kampf um Würde und Gerechtigkeit, wobei Toleranz, Güte und die Ablehnung von Gewalt und Krieg durchgängige Motive sind.

Auszüge aus den Romanen, aber auch teilweise aus Hugos Theaterstücken, zu einem Dialog montiert, erlauben einen Einblick in das Denken des politischen Schriftstellers Victor Hugo.

Lesung in deutscher Sprache mit Wolfgang Heitz und Minas

Wolfgang Heitz, Schauspieler und Sprecher, erhielt seine Ausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Als Schauspieler war er von 1984 bis 1991 am Staatstheater Mainz. Seither ist er freischaffend tätig (Theater, Fernsehen, Lesungen, Konzerteinführungen „Komponisten erzählen“). Außerdem von 1989 bis 2014 Dozent an der Schauspielschule Mainz.

Eintritt frei

Eine Kooperation von Dreimalklingeln e.V. und Haus Burgund Mainz
Mit freundlicher Unterstützung des Kultursommers Rheinland-Pfalz und der Stadt Mainz

Louis Pasteur – „Heiliger der Wissenschaft“ (1822-1895)
Leben, Wirken, Mythos eines französischen Lebenswissenschaftlers in seiner Zeit

Montag, 03. Juni 2019, 18.30-20.30 Uhr im Haus Burgund Mainz

© CRT Bourgogne-Franche-Comté

Als Louis Pasteur am 28. September 1895 in der Serum-Produktionsstätte des nach ihm benannten Instituts in Villeneuve-l’Étang starb, trug die französische Nation Trauer.

Pasteur war schon zu Lebzeiten ein Mythos und heute gibt es unzählige nach ihm benannte Schulen und in nahezu allen Gemeinden in Frankreich gibt es Straßen, die seinen Namen tragen. Mit der nach ihm benannten Konservierungstechnik für flüssige Lebensmittel – der Pasteurisierung – ist Pasteur allgegenwärtig.

Der Vortrag folgt den wissenschaftlichen Stationen von Pasteurs Wirken von Straßburg über Lille nach Paris bis hin zur Gründung des Institut Pasteur und fasst seine mikrobiologischen Forschungen zur Gärung und seine Arbeiten zur Entwicklung von Impfstoffen zur Bekämpfung verschiedener Infektionskrankheiten wie Milzbrand, der Hühnercholera oder der Tollwut und seine Bedeutung für die Wissenschaft zusammen.

Pasteur war ein streitbarer Mann, der keinem Konflikt aus dem Weg ging. Ein weiterer Aspekt des Vortrags bettet Pasteurs Leben und wissenschaftlichen Werdegang in den kulturellen, sozialen und politischen Kontext seiner Zeit ein und beleuchtet sein ambivalentes Verhältnis zur internationalen scientific community, um abschließend zu diskutieren, wie und warum Pasteur zum Mythos werden konnte.

Der Referent, Dr. Axel Hüntelmann, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin an der Berliner Charité.

Dr. Jürgen Hartmann, Staatssekretär a.D. und Präsident der Deutsch-Französischen Kulturstiftung, spricht ein Grußwort.

Mit freundlicher Unterstützung der Deutsch-Französischen Kulturstiftung

Eintritt frei