Haus Burgund Mainz


 
 

Ausstellungen


NOUS SOMMES VIVANTS AUJOURD’HUI (‘Wir sind heute am Leben’)
Gregory Olympio


Donnerstag, 16. Januar 2020
18.30-20.30 Uhr im Haus Burgund Mainz


Gregory Olympio, 1986 in Lomé / Togo geboren, lebt und arbeitet in Besançon. Er wuchs in einer multikulturellen Familie mit Wurzel in Frankreich, Benin und Togo mit dem Gefühl auf, eine Art Brücke zwischen diesen Kulturen zu sein. Dabei spielt seine Arbeit von Zeit zu Zeit mit dem Begriff der Grenze, „ungefähre“ Konturen sind ihm jedoch lieber als die klare und exakte Strichführung. Gregory Olympio legt seinen künstlerischen Akzent auf Intuition und Spontaneität, und so beschreibt seine Arbeit ein beständiges Hin und Zurück zwischen dem Individuum und der Welt und zwischen dem Universellen und dem Persönlichen.

2018 wurde der Künstler im Rahmen des Kulturabkommens zwischen Burgund-Franche-Comté und Rheinland-Pfalz für das Aufenthaltsstipendium im Künstlerhaus Schloss Balmoral in Bad Ems ausgewählt.

In der Ausstellung Nous sommes vivants aujourd'hui setzt Gregory Olympio zwei Serien miteinander in Beziehung: auf der einen Seite eine Reihe von nach der Natur gezeichneten Landschaften, auf der anderen Seite ein Ensemble gemalter Personen seiner Fantasie, deren Körperhaltung und Einzigartigkeit den Eindruck vermitteln, sie hätten sich vom Maler porträtieren lassen.

Dr. Ariane Fellbach-Stein, Referentin im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, führt in die Ausstellung ein.

Dauer der Ausstellung: bis 28. Februar 2020


Sandra Heinz * Christiane Schauder * Ana Sladetić
Rencontre / Begegnung_eine Synopse


Dienstag, 10. März 2020, 18.30-20.30 Uhr im Haus Burgund Mainz
Ausstellungseröffnung im Rahmen des Weltfrauentags

Sandra Heinz, 2018 Stipendiatin in der Königlichen Saline in Arc-et-Senans (Burgund-Franche-Comté), lud im Rahmen des Projektes Rencontre / Begegnung während ihres Aufenthalts in der rheinland-pfälzischen Partnerregion die Künstlerinnen Christiane Schauder (Mainz) und Ana Sladetić (Zagreb) zu einem Austausch von Zeitungsfotos ein, der Mainz mit seinen Partnerstädten Dijon und Zagreb verband. Jeden Tag im Oktober schickte Heinz ein Foto aus der Tageszeitung Le Bien Public (Dijon) an Schauder und Sladetić und erhielt im Gegenzug täglich je ein Foto aus den Tageszeitungen von Mainz und Zagreb. Diese Fotos nähte Sandra Heinz zu senkrechten Wochenblöcken zusammen. So entstanden in Form einer Synopse fünfmal drei Fotoblöcke aus jeweils sechs Fotos.


Ana Sladetić ließ die Zeitungsfotos aus Zagreb und Dijon auf textiles Material drucken, aus dem unterschiedlich große Einkaufstaschen genäht wurden. Die Informationen der Tageszeitungen erscheinen ihr ohne wirklich wichtige Nachrichten. Die Leser werden mit einer Vielzahl von Fakten bombardiert, unter denen die Wichtigen nur schwer zu finden sind. Die Taschen stellen für die Künstlerin die Illusion von Besitz dar, die Illusion, zu wissen, was wir wirklich wissen wollen, und was wir tatsächlich brauchen.

Christiane Schauder druckte die Fotos von Sandra Heinz im Format 20 x 20 in Schwarz-Weiß aus und kaschierte sie auf. Jeden Morgen notierte sie den spontanen Eindruck beim ersten Betrachten des Bildes, ohne den eigentlichen Inhalt der Nachricht zu kennen. So erfand sie neue Titel für die Fotos, die auch Titel von Märchen sein könnten. Die Originalfotos aus der Mainzer Allgemeinen Zeitung drückte sie zusammen, montierte sie mit Buchbinderleim auf eine Leinwand und übermalte sie mit Farbe und Wachs. Die Fotos wurden dabei als reines Material benutzt wie zum Beispiel Farbe, und nur wenn man genau hinschaut, lassen sich Teile der Quellen identifizieren.

Marianne Grosse, Kulturdezernentin der Landeshauptstadt Mainz, spricht ein Grußwort.
Julia Malcherek, Diplom-Psychologin, führt in die Ausstellung ein.

Dauer der Ausstellung: bis 15. Mai 2020



 
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