Haus Burgund-Franche-Comté

 
 

Ausstellungen

 

Raymond Rochette (1906-1993)
Industriemalerei

Raymond Rochette wurde in der Industriestadt Le Creusot geboren. Sein Vater war Angestellter in einem Walzwerk und so war Rochette von Kindesbeinen an vom Universum der Schwermetallindustrie fasziniert. Nach seiner Schulzeit in der von der Unternehmerfamilie Schneider gegründeten Bildungseinrichtung, in der er Kurse für technisches Zeichnen und Kohlezeichnung belegt hatte, wurde er als Notenbester beim Auswahlverfahren in das Institut für Lehrerausbildung von Mâcon aufgenommen. Rochette widmete sein Leben sowohl der Kunst als auch der Pädagogik.

 Schon zu Lebzeiten konnte der Künstler zahlreiche Ausstellungen in Paris realisieren. Die große Ausstellung „Rochette, l’obsession de l’industrie“ (‚Rochette und die Obsession von der Industrie‘), die von Sommer 2018 bis Ende März 2018 im Ecomusée in Le Creusot zu sehen war, hat tausende Besucher angezogen. Am 26. Dezember 1993 starb Raymond Rochette, der burgundische Industriegeschichte in Öl gebannt hat, in seinem Geburtshaus in Le Creusot.

 Die Ausstellung, die anlässlich des 25. Todestages von Raymond Rochette gezeigt wird, ist bis zum 24. August 2018 im Haus Burgund zu sehen.

 



 

 

Didier Dessus
Série de fleurs




Im Zentrum der Ausstellung des Malers Didier Dessus aus Dijon steht eine Gemäldeserie großformatiger verblühter Blumen, die der Künstler ausgehend von fotografischen Nahaufnahmen realisiert hat. Das Entfernen einzelner Bildsegmente gibt diesen autonome monochrome Formen: die Lücken, das Weggenommene stehen für sich selbst, das graublaue Negativ des Hintergrunds wandelt sich zum Positiv der Form.

Wenn von Blumen – wie im Titel der Ausstellung – die Rede ist, denkt im Grunde niemand an verwelkte Blüten. Es ist schwer, die zerknitterten braun gewordenen Blütenblätter darzustellen; wenn man sie betrachtet, wird der Geist in unendlich zersplitterte, zwiespältige und chaotische Szenerien gelenkt. Die sterbende Blume selbst hat keine eigentliche Definition mehr, sondern unendlich viele Zustandsformen. Blumen, im Zustand des Welkens im Bild festgehalten, sind in der klassischen Malerei und Poesie Bilder der Vergänglichkeit. Für Didier Dessus sind sie eine Metapher unserer gefährdeten Welt.

Günter Minas, Kunstwissenschaftler, führt in die Ausstellung ein.

Mittwoch, 19. September 2018
18.30 Uhr im Haus Burgund Mainz


Ausstellungseröffnung im Rahmen der 14. Woche des Geschmacks

Dauer der Ausstellung: bis 12. Oktober 2018